Mähroboter im Einklang mit dem Naturschutz

Dass Mähroboter vorwiegend tagsüber aktiv sein sollten, ist eine häufige Forderung. Schließlich schützt das die nachtaktiven Lebewesen im Garten, die anderenfalls vom leise fahrenden Mäher möglicherweise erfasst werden könnten. Ein bekanntes Beispiel sind Igel. Igel sind solche nachtaktiven Tiere und fühlen sich in Hecken oder Sträuchern sowie langem Gras wohl. Als Fleischfresser finden sie im Gebüsch von kleinen und verwinkelten Gärten ihren Schutz sowie reichlich Nahrung wie beispielsweise Insekten und deren Larven sowie Spinnen und Schnecken.

Für viele Projekte mit Großflächenrobotern ist das aber nicht so entscheidend, wie ein genauerer Blick darauf zeigt. Die bewirtschafteten Flächen sich häufig wenig naturbelassen und damit kaum Lebensraum für die angesprochenen Tiere. Auf der anderen Seite können durch den geschickten Einsatz der Steuerungsmöglichkeiten der großen Mähroboter z.B. Wiesen oder Randstreifen ausgespart werden. Diese bieten dann verschiedenen Insektenarten, allen voran den Bienen, natürliche Futterplätze.

 

Sportplatz bietet wenig Anreiz für Igel

Ein Sportplatz bietet diesen Tieren wiederum wenig Anreiz, weshalb sie diesen auf natürlichem Weg vermeiden.

Offene Fläche

Es ist eine groß offene Fläche. Und obwohl der Igel relative wenige natürliche Feinde hat, weiß auch der Igel, dass er auf einem Sportplatz nahezu keinen Schutz hat.

Wenig Nahrung

Auf einer so intensiv gepflegten Fläche wie einem Sportplatz, finden Igel nur sehr wenig Nahrung. Durch das kontinuierliche Mulchen entstehen sehr feine und kurze Mulchpartikel, die schnell verrotten. Normalerweise erwämt sich verrottendes Gras durch den Zerfallsprozess und bietet dadurch einen idealen Nährboden, der Anziehungspunkt für zahlreiche Insekten ist. Diese Insekten locken Fressfeinde an. Im privaten Garten ist das häufig der Igel, auf dem Flughafengelände sind es eher die Vögel. Verrottet der Grünschnitt durch das feine Mulchen des Großflächenroboters viel schneller, ist die Fläche für Insekten weniger attraktiv – und damit auch für Igel und Vögel eher uninteressant.

Wiesen ausgrenzen, um Bienen zu schützen

Über GPS-Parzellen können bestimmte Bereiche des Geländes vom Mähen ausgenommen werden. Wenn Sie also Randstreifen oder Wiesen auf dem Areal haben, nutzen Sie diese Funktion um den Bienen Futterplätze zu bieten.

Schnitthöhe optimieren und auf Messer mit Sogwirkung verzichten

Leistungsfähige Rasenroboter können die Schnitthöhe pro Parzelle verändern. So können Nebenbereiche höher gemäht werden. Mähen Sie Sportplätze nach Möglichkeit nicht tiefer als 35 mm. So sind Insekten wie Larven und Würmer besser geschützt und haben  Ausweichmöglichkeiten. Setzen Sie auf Mährobotern mit flachen Messerklingen statt auf Flügelmesser. Im Gegensatz zum klassischen Sichelmäher haben diese keine Sogwirkung. 

Größere Flächenleistung schützt nachtaktive Tiere

Die deutlich höhere Flächenleistung pro Stunde erlaubt es professionellen Großflächenmähern, zumeist nur tagsüber aktiv sein zu müssen. Während Igel nachtaktiv sind, schwärmen Bienen erst zur späteren Vormittagsstunde aus. Zusammen mit den Steuerungs- und Kontrollfunktionen über App und Web sowie der Flottensteuerung (insbesondere für größere Areale und viele Robotermäher) kann eine natur- und umweltfreundliche Automatisierung aufgebaut werden.

Los geht's!