Verfilzter Rasen ist ein Zeichen für einen zu klein dimensionierten Mähroboter

Eine Studie des Sports Turf Research Institute (STRI) zeigt, dass Roboter-Mäher sehr nützlich dabei sind, Rasenkrankheiten zu verhindern. Zentrales Problem ist häufig die Verfilzung des Rasens, was zu einer schlechten Belüftung führt und in Kombination mit Feuchtigkeit das Entstehen von Rasenkrankheiten, insbesondere von Pilzen, begünstigt.

 

Mähroboter trimmen den Rasen fortlaufend, was die Rasengesundheit unterstützt.

Durch das ständige und häufige Trimmen sind die abgeschnittenen Grashalme immer sehr kurz und dieser Mulch verrottet schneller. Doch wie kommt es dann, dass manche Flächen trotz des Einsatzes eines Mähroboters verfilzen und krank werden?

Die Erklärung ist oft verblüffend einfach: Der Mähroboter ist zu klein für die zu mähende Fläche.

Wenn der Mähroboter die Rasenfläche nicht häufig genug überfahren kann, werden die abgeschnitten Spitzen immer länger, besonders wenn das Gras schnell wächst. Diese zu langen Abschnitte verrotten nicht richtig und wachsen als immer dickerer Rasenfilz nach und nach auf dem Grund an. Die Folge: Das Wurzelwerk bekommt kaum noch Luft und Nährstoffe ab und steht gleichzeitig in einer Dauerfeuchte. Die Wurzeln können sich nicht richtig entwickeln und werden immer dünner und schwächer.

Je größer die zu pflegende Fläche, desto größer muss das Mähroboter sein

Mit einer Schnittbreite von 20 cm kann kein Sportplatz unterhalten werden. Erst Mähroboter für Großflächen können Fußballfelder, Golfplätze, Parks und andere Rasenflächen von mehreren tausend Quadratmetern verlässlich in gutem Zustand halten. Für Sportplätze sind Schnittbreiten von mehr als 50 Zentimetern eine absolute Notwendigkeit. Abhängig von der Nutzung der Anlage werden häufig Mähroboter mit einer Schnittbreite von mehr als einem Meter eingesetzt.

Passt der Mähroboter zur Fläche, dann stellen sich oft viele positive Effekte ein und der Rasen sieht nicht nur blendend aus, sondern ist auch viel gesünder – bei weniger Kunstdüngereinsatz:

  • Mulch-Düngung durch Rückführung der Nährstoffe
  • weniger Rasenkrankheiten
  • Vibrationen vertreiben Maulwürfe
  • Unterdrücken der breitblättrige Unkräuter
  • Rasen wird dichter, der Zusammenhalt der Gräser wird stärker
  • Stressreduktion
  • Insgesamt attraktives Schnittbild
  • Höhere Scherfestigkeit und allgemein widerstandsfähiger Sportrasen

Praxiseindrücke wissenschaftlich bestätigt

Die in der Praxis vielfach beobachtete Verbesserung der Rasengesundheit ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt. Unterschiedliche Institute haben verschiedene dieser beobachteten Effekte im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen auf der ganzen Welt bestätigen können.

Bereits eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigte, dass der Einsatz von Robotermähern die Ausbreitung einer Rasenkrankheit begrenzen kann. In dieser Studie wurden die verschiedenen Ergebnisse mit einem Spindelmäher und einem automatischen Robotermäher (einem Vorgängermodell der aktuellen Robotics-Generation) verglichen, die beide an zwei sehr ähnlichen Rasenflächen von je 10 x 25 Metern getestet wurden.

Rotspitzigkeit durch Mähroboter verhindert

Unter den verschiedenen untersuchten Faktoren war einer der Bereich Rasenkrankheiten und die Ergebnisse zeigten, dass im Juni 2010, als die beiden Bereiche von Rotspitzigkeit befallen wurden, exakt der Bereich, in dem der Großflächenroboter eingesetzt wurde, weit weniger von der Krankheit betroffen war als der Bereich, der mit dem bekannten Spindelmäher getrimmt wurde. Obwohl sich die STRI-Studie nur auf Rotspitzigkeit bezieht, ist es wahrscheinlich, einen Zusammenhang zwischen einer besseren Resistenz gegen Krankheiten und anderen in der Studie gefundenen Faktoren herzustellen – der Mähroboter erreichte beispielsweise ein ordentlicheres Schnittbild in seinem Bereich. Darüber hinaus verhindert das feinere Mulchen die Entstehung von Rasenfilz und die Belüftung ist dadurch besser. Beides zentrale Faktoren (neben Nährstoffmangel) für den Ausbruch von Pilzerkrankungen.